Die Marzipanpiraten als Kinderbuch

Der alte Niederstrecker ist scheinbar ein unverbesserlicher Pirat - wie schon sein Vater und Großvater. Nie käme er auf die Idee, das zu ändern. Bis zu dieser Nacht ...


Auszug aus Niederstreckers Logbuch: Seit unserem missglückten Angriff belagerten wir mit unseren Schiffen diese Küstenstadt und hungerten sie aus - denn wir wollten ihr Gold. Da lief uns Hedwig in die Arme. Fast wäre es ihr gelungen, meine Leute in die Flucht zu schlagen. Und zwar mit einer äußerst ungewöhnlichen Waffe - ihrem Holzbein! Was für eine mutige Frau! In der gleichen Nacht nahmen wir Antonio gefangen. Der Bengel hatte komische Figuren in seinem Bündel, die er zusammen mit ein paar Kindern in der Backstube geformt hatte. Für die Kinder waren das Piraten - haha!
Doch dann sah ich es - und es traf mich wie ein Blitz! Denn diese "Piraten" waren aus meinem geliebten, süßen Zeug gemacht, das ich schon einmal in meinen Händen hielt. Als Kind, in unserem Dorf. Großvater hatte es mir von einem Beutezug gegen die Spanier mitgebracht.
Die schlaue Hedwig versuchte mir einzureden, unsere Belagerung nütze nichts. Die Stadt sei voll mit dem süßen Zeug.
Als Butt das hörte kam es zum Streit. Er wollte die Stadt endlich in Schutt und Asche legen, um an ihr Gold zu kommen. Es gelang ihm, viele meiner Leute gegen mich aufzuwiegeln. Sie rissen sich mein Schiff unter den Nagel und machten die Kanonen klar - für den alles entscheidenden Angriff. Doch dann passierte etwas, womit ich nicht gerechnet hatte - denn Hedwig machte mir einen Vorschlag, den ich einfach nicht ausschlagen konnte ... und alles kam völlig anders als gedacht!

 

Das Kinderbuch eignet sich gut für Erstleser, aber auch zum Vorlesen für kleinere Kinder. Die Geschichte wurde hierfür etwas vereinfacht.

Das Kinderbuch ist zur Zeit nicht lieferbar! Die Neuauflage wird mit mehr Bildern ausgestattet und etwas überarbeitet herauskommen. Es braucht noch Zeit.

 

Wie es am Ende des ersten Teils weitergeht?

Während alle das Ende der Belagerung feierten, grübelte Niederstrecker, was wohl mit Butt geschehen war. Niemand hatte ihn nach der Explosion an der Stadtmauer gesehen. War er tot? Oder hatte er es doch auf eines seiner Schiffe geschafft, die auf dem Fluss in Richtung Meer segelten? Keiner seiner Leute an Bord ahnte, dass an der Flussmündung schwerbewaffnete, hanseatische Kriegsschiffe auf sie warteten. Butts Schiffe gerieten in ihr Kreuzfeuer. Sie wurden zerstört und versenkt. Ihre zerschossenen Masten ragten noch lange Zeit wie eine Warnung aus dem Wasser. Doch wie Niederstrecker schon bald von Überlebenden erfuhr, war Butt nicht an Bord. Es hätte ihn auch sehr überrascht, denn schließlich hatte Butt bei ihm gelernt, wie man mit ein paar geschickten Manövern einem Kreuzfeuer entkommen konnte.
Alle fanden sich damit ab, dass Butt an der Stadtmauer mitsamt dem Pulverfass in die Luft geflogen sein musste. Doch das war ein folgenschwerer Irrtum, denn er lebte!

Antonio hatte für das süße Zeug, das er nach unserer Belagerung mit Benjamin und den anderen Kindern herstellte, einen Namen. Marzipan! Daher nannten wir Benjamins Piraten ganz einfach Marzipanpiraten. Die Leute rissen uns die Dinger förmlich aus der Hand. Und schon bald gingen uns die Mandeln aus. Also hieß es im Frühjahr: Auf zum Mittelmeer!

Doch am Vorabend des Tages, an dem es endlich losgehen sollte, tauchte plötzlich ein unheimlicher Kerl auf und klaute unser Schiff ...

Teil 2 in Arbeit ...